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Autor: Jana F. Schulz

Zu sehen ist, wie Franz Graf Wolff Metternich zusammen mit einem anderen Mann vor einem Gemälde steht und offenbar analysiert. (Foto: ALVR Bild 02, Nr. 180) 0

Kunstschutz im Zweiten Weltkrieg: Franz Graf Wolff Metternich

„Der Graf, der die Mona Lisa vor Göring schütze“ – Mit dieser Schlagzeile und einem ausführlichen Artikel würdigte die Kölnische Rundschau den am 25.05.1978 verstorbenen Franz Graf Wolff Metternich, der als Provinzial- bzw. Landeskonservator und Beauftragte für Kunstschutz im Zweiten Weltkrieg tausende von Kunstschätzen vor Kriegsschäden bewahrte.

Die Abbildung zeigt den Ausschnitt eines ungültigen Stimmzettel aus Berrenrath aus den Rheinischen Provinziallandtagswahlen vom 12.03.1933. Der Stimmzettel ist überliefert im Archiv des LVR (ALVR 1889). Aufgeführt sind unter anderem die Parteien NSDAP, KPD, Zentrumspartei, SPD und Kampffront Schwarz-Weiß-Rot. 2

Die letzte freie Wahl? Rheinische Provinziallandtagswahl im März 1933

Die Provinziallandtagswahlen im März 1933 gelten als letzte formal demokratische Wahlen zur NS-Zeit – zugleich stehen sie exemplarisch für deren Aushöhlung. Im Spannungsfeld zwischen demokratischen Verfahren, neuen Gesetzen und politischer Gewalt wird sichtbar, wie rasch sich die nationalsozialistische Machtübernahme auch in den provinziellen Strukturen durchsetzte.

Zu sehen ist ein Schwarz-Weiß-Foto des historischen Baus der PHP Bedburg-Hau. 0

 „Euthanasie”-Transporte im Rheinland: Die PHP Bedburg-Hau

Die PHP Bedburg-Hau führte im März 1940 ihre ersten Transporte psychisch Erkrankter in andere Anstalten durch. Im Rahmen der Deportationen wurden viele von ihnen unmittelbar in die Tötungsanstalten Grafeneck und Brandenburg gebracht, wo sie in den Gaskammern ermordet wurden.

„völlige Emancipation der Juden“: Die Denkschrift eines jüdischen Bankiers 1833

Der jüdische Bankier M. L. Scheuer aus Düsseldorf forderte am 29.11.1833 in seiner Denkschrift an den vierten rheinischen Provinziallandtag die „völlige Emancipation der Juden” in der preußischen Rheinprovinz. Doch was bedeutete dies zu jener Zeit und warum musste er überhaupt erst darum bitten?

Kurz von Kriegsende: Die Inhaftierung Konrad Adenauers in Brauweiler

Konrad Adenauer (1876–1967) zählt auch heute noch zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Vor allem die langen Jahre als Oberbürgermeister von Köln (1917–1933) und als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949–1963) haben ihn der Nachwelt unvergesslich gemacht. Im Nationalsozialismus geriet er ins Visier der Gestapo und gelangte nach mehreren Festnahmen schließlich ins Gestapo-Gefängnis nach Brauweiler.

Wiedergutmachung mit Ambivalenz: Die Ehrung Otto Löwensteins 1964

1933 wurde der Neurologe und Psychiater Prof. Dr. Otto Löwenstein (1889–1965) wegen seiner jüdischen Herkunft vertrieben. 31 Jahre später am 17.11.1964 wurde in der LVR-Klinik Bonn (ehemals Kinder- und Jugendpsychiatrie-Abteilung der Rheinischen Landesklinik Bonn) eine Büste von ihm enthüllt, um ihn als Begründer der Vorgängereinrichtung, der Provinzial-Kinderanstalt für seelisch Abnorme, zu ehren.